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Ententränken: Warum Enten andere Tränken brauchen als Hühner

Sauberes Trinkwasser gehört zur täglichen Grundversorgung von Enten. Bei der Auswahl einer Tränke kommt es jedoch auf mehr als das Fassungsvermögen an: Enten nutzen Wasser auch, um Schnabel und Nasenöffnungen zu reinigen. Dafür muss das Wasser ausreichend tief und gut erreichbar sein.

Viele klassische Hühnertränken haben eine schmale, flache Trinkrinne. Daraus können Enten zwar Wasser aufnehmen, ihren Schnabel oder Kopf aber häufig nicht ausreichend eintauchen. Geeignete Ententränken unterscheiden sich deshalb meist durch einen tieferen Wasserbereich und mehr Platz für den breiten Schnabel.

Warum müssen Enten den Kopf ins Wasser tauchen können?

Enten nehmen beim Fressen und Gründeln auch Erde und Futterreste am Schnabel auf. Durch das Eintauchen können sie Schnabel und Nasenöffnungen spülen. Ein Wasserangebot, das auch das Eintauchen des Kopfes ermöglicht, unterstützt zudem die Reinigung der Augen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt für Enten offene Wasserangebote, die mindestens das Eintauchen des Kopfes ermöglichen. Darüber hinaus werden Möglichkeiten für Körperkontakt mit Wasser und Baden empfohlen. Eine reine Trinkwasserversorgung über Nippel deckt diese Bedürfnisse nicht ab.

Merksatz: Eine Ententränke sollte nicht nur Wasser liefern. Das gesamte Wasserangebot muss auch die arttypische Reinigung und Gefiederpflege ermöglichen.

Ententränke und Hühnertränke: die Unterschiede

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Merkmal Klassische Hühnertränken Geeignete Geflügeltränken
Wasserzugang Schmale, häufig flache Trinkrinne oder Nippel Gut zugänglicher Wasserbereich mit ausreichender Tiefe
Platz für den Schnabel Für den schmaleren Hühnerschnabel ausgelegt Ausreichend Platz für den breiteren Entenschnabel
Eintauchen Häufig nur begrenzt möglich Schnabel und Nasenöffnungen können eingetaucht werden
Reinigung und Standort Bauform soll Schmutzeintrag begrenzen Spülen und Spritzwasser müssen eingeplant werden

Die Unterschiede hängen vom jeweiligen Modell ab. Auch eine universelle Geflügeltränke kann geeignet sein, wenn Wasserstand, Trinköffnung und Zugang zu den gehaltenen Enten passen. Untersuchungen an Pekingenten zeigen, dass offene Rundtränken arttypisches Trinken, Kopfeintauchen und Reinigungsverhalten ermöglichen können.

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

Prüfen Sie die Tränke anhand der Tiere und ihres tatsächlichen Wasserzugangs:

  • Wassertiefe: Der Schnabel muss mindestens bis über die Nasenöffnungen eintauchen können. Zusätzlich muss Kopfeintauchen möglich sein – an der Tränke oder einer geeigneten weiteren Wasserstelle.

  • Breite der Trinköffnung: Der Schnabel darf nicht durch eine zu schmale Rinne oder Abdeckung behindert werden.

  • Erreichbarkeit: Randhöhe und Aufstellung müssen zur Größe der Tiere passen.

  • Reinigung: Der Wasserbereich sollte gut zugänglich und leicht zu säubern sein.

  • Versorgung der Gruppe: Alle Tiere müssen zuverlässig Zugang zu Wasser bekommen.

  • Standfestigkeit: Die Tränke muss sicher stehen und darf bei der Nutzung nicht leicht kippen.

Ein großer Vorratsbehälter ersetzt keine ausreichend tiefe Trinkschale. Bei Syphon- und Stülptränken ist deshalb der Wasserbereich entscheidend, aus dem die Tiere tatsächlich trinken.

Welche Siepmann-Tränken eignen sich für Enten?

ente trinkt sichtbar aus schwarzer tranke

Für Enten kommen eine spezielle Ententränke mit Wasseranschluss sowie ausgewählte Syphontränken mit offener Trinkschale und wenige, ausgewählte Tränken mit sehr breiter Rinne infrage. Die Wahl hängt davon ab, ob eine Wasserleitung vorhanden ist, wie viele Tiere versorgt werden und wie gut sie die Trinkschale erreichen.

Ententränke mit Wasseranschluss: einstellbarer Wasserstand

Die Ententränke zum Anschluss an die Wasserleitung ist speziell für Enten und Gänse ausgelegt. Ein Schwimmerventil regelt die automatische Nachfüllung; der Wasserstand lässt sich an die Tiere anpassen. Er sollte so eingestellt werden, dass die Enten ihren Schnabel bis über die Nasenöffnungen eintauchen können.

Das Schutzgitter verhindert, dass die Tiere in der Tränke baden. Dadurch bleibt die Trinkwasserstelle vom Badebereich getrennt. Trotzdem können Futterreste und Schmutz in das Wasser gelangen. Regelmäßige Reinigung und eine tägliche Funktionskontrolle bleiben erforderlich.

Syphontränke 20 Liter: Wasservorrat ohne Leitungsanschluss

Die Syphontränke 20 Liter eignet sich auch zur Wasserversorgung von Enten und Gänsen. Das Wasser läuft aus dem Vorratsbehälter in die offene Trinkschale nach. Ein Leitungsanschluss ist dafür nicht erforderlich.

Für eine zuverlässige Funktion muss die Tränke eben stehen und der Behälter dicht verschlossen sein. Prüfen Sie bei Ihren Tieren, ob sie die Schale bequem erreichen und den Schnabel ausreichend eintauchen können.

Syphontränken 30 Liter: größerer Vorrat in zwei Ausführungen

Beide Modelle sind für Enten und Gänse geeignet. Die erhöhte Trinkschale kann den Eintrag von Einstreu verringern. Ihre Erreichbarkeit muss jedoch zur Größe der Tiere passen, insbesondere bei kleinen Entenrassen und Jungtieren.

Ein großer Wasservorrat sagt nichts über die nutzbare Wassertiefe in der Trinkschale aus. Können die Enten dort ihren Kopf nicht eintauchen, benötigen sie dafür eine zusätzliche geeignete Wasserstelle. Eine Tränke ersetzt außerdem kein Badeangebot.

Aufbau unserer Metalltränke

 Aufbauanleitung 

Wasserstelle aufstellen und sauber halten

Planen Sie die Wasserstelle auf einem gut entwässerten, leicht zu reinigenden Bereich. Trockene Einstreu und Ruheplätze sollten vor Spritzwasser geschützt bleiben.

Kontrollieren Sie Wasser und Tränke täglich. Entfernen Sie Futterreste und Verschmutzungen und wechseln Sie verschmutztes Wasser bei Bedarf häufiger. Offene Badebehälter sollten mindestens täglich gereinigt und frisch befüllt werden.

Bei automatischen Tränken gehört auch die Prüfung des Wasserzulaufs dazu. Kontrollieren Sie, ob das Ventil zuverlässig arbeitet und der Wasserstand stimmt.

Auch im Winter muss sauberes, zugängliches Wasser bereitstehen. Prüfen Sie offene Wasserflächen, Leitungen und Ventile auf Frost. Verwenden Sie keine chemischen Zusätze zum Auftauen.

Checkliste für Ihre Ententränke

  • Die Trinköffnung bietet ausreichend Platz für den Entenschnabel.

  • Der Wasserstand ermöglicht das Eintauchen bis über die Nasenöffnungen.

  • Eine geeignete Wasserstelle ermöglicht zusätzlich das Kopfeintauchen.

  • Alle Tiere können die Tränke bequem erreichen.

  • Die Tränke steht sicher und eben.

  • Der Wasserbereich ist gut zu reinigen und ausreichend entwässert.

  • Einstreu und Ruheplätze bleiben möglichst trocken.

  • Wasserstand, Sauberkeit und Wasserzulauf werden täglich kontrolliert.

  • Eine zusätzliche geeignete Bademöglichkeit ist vorhanden.

  • Für Frostperioden ist die Wasserversorgung organisiert.