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Wolfabwehr - So schützen Sie Ihre Schafherde!

Wolf lauert Schafen morgens auf

Wölfe sind immer häufiger anzutreffen und stellen eine ernste Gefahr für Nutztier dar

Herausforderung Wolf - Weidehalter unter Druck?

Schafe gehören zu den Beutetieren von Wölfen. Um den Wolf von der Herde fernzuhalten, dient der Elektrozaun als Schutzmaßnahme.

Eine Schaf- oder Ziegenweide liegt in einem Gebiet mit Wolfspräsenz, und die entscheidende Frage lautet: Reicht ein vorhandener Elektrozaun aus oder braucht es ein spezielles Wolfnetz? Für die Wolfabwehr zählen vor allem ein elektrifizierter, bodennaher Zaun, eine zuverlässig arbeitende Erdung und eine Ausführung, die zur Weidesituation passt. Als bundesweite Orientierung werden Elektrozäune mit 120 cm Höhe empfohlen; die unterste stromführende Ebene sollte höchstens 20 cm über dem Boden verlaufen. Maßgeblich bleiben jedoch die Vorgaben und Förderbedingungen des jeweiligen Bundeslandes.
Euro-Netz bietet das passende Netz dazu. Mit einer leitenden Bodenlitze und zusätzlicher Erdungsklemme, wird über den Erdstab des Weidezaungerätes eine verbesserte Erdung erreicht. Die Bodenlitze liegt auf der gesamten Zaunlänge auf dem Untergrund auf, verringert den Erdungswiderstand und erhöht die Zaunspannung.

 

 

Allerdings sind Wölfe sehr anpassungsfähig und haben gelernt, dass ein beherzter Sprung, aufkommenden Hunger ganz schnell beenden kann. Diese Erfahrungen werden dann ganz schnell von den Nachkommen übernommen. Viele Tierhalter können diese Erfahrung bestätigen und haben entsprechend aufgerüstet.

Höhere Wolfnetze sind eine schnelle aber kostenintensivere Möglichkeit das Überspringen der Netze zu verhindern. Eine einfache und preiswerte Alternative bieten beispielsweise blaue Litzenoder Flatterbänder, die an zusätzlichen Pfosten, in entsprechender Höhe (ca. 0,5 m), vor dem eigentlichen Zaun aufgestellt werden.

Wolfabwehrzaun: Abgrenzung zu anderen Zaun-Arten

schaf wolfabwehr elektrozaun flatterband 3

Zusätzliche blaue Flatterbänder vor dem Elektrozaun erhöhen die optische Barriere und können dazu beitragen, Weidetiere besser vor Wölfen zu schützen

Wolfabwehr und Wolfsabwehr: gleichbedeutende Begriffe

Wolfabwehr, auch als Wolfsabwehr bezeichnet, meint Maßnahmen zum Schutz von Weidetieren vor Übergriffen durch Wölfe. Beide Begriffe sind gleichbedeutend und werden in Praxis, Fachliteratur und Förderrichtlinien synonym verwendet und bezeichnen denselben Sachverhalt: elektrifizierte Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Wolfsübergriffen auf Weidetiere. Beide Schreibweisen werden parallel verwendet und sind in Förderrichtlinien, Fachpublikationen und Behörden-Kommunikation gleichermaßen üblich. In dieser Beratung verwenden wir überwiegend den Begriff Wolfabwehr, behandeln Wolfsabwehr aber als gleichwertiges Synonym.

Wolfabwehrzaun ist nicht zu verwechseln mit:
Ein Wolfabwehrzaun bezieht sich in diesem Kontext ausschließlich auf elektrifizierte Einzäunungen zum Schutz von Weidetieren gemäß den Empfehlungen der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) und der jeweiligen Landesrichtlinien.

  • Standard-Weidezaun: dieser reicht in Höhe, Bodenabschluss und Elektrifizierung in der Regel nicht aus, um als wolfabwehrend zu gelten.
  • Wildzaun oder Wildschutzzaun: dieser zielt auf Rehwild oder Schwarzwild ab, nicht auf Wölfe.
  • Wolfsgehege-Zaun: schließt Wölfe ein (Zoo, Tierpark), während der Wolfabwehrzaun sie aus der Weide aussperrt.
  • "Wolfsicherer Zaun": dieser Begriff ist fachlich nicht anerkannt. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht. Der Wolfabwehrzaun reduziert das Übergriffsrisiko deutlich.

 

Wie Wolfabwehr mit Elektrozaun funktioniert

Ein Wolfabwehrzaun soll den Zugang zur Weide erschweren und bei Kontakt einen elektrischen Impuls auslösen. Entscheidend ist nicht allein die Höhe. Wölfe versuchen Zäune häufig zuerst bodennah zu überwinden. Deshalb sind ein geringer Bodenabstand, eine lückenarme Zaunführung und eine funktionsfähige Erdung zentrale Bestandteile des Herdenschutzes.

Bei speziellen Wolfnetzen wird die bodennahe Sicherung konstruktiv unterstützt. Je nach Netz geschieht dies durch eine leitende Bodenlitze mit separater Erdungsklemme oder durch ein Plus-Minus-Prinzip, bei dem unterschiedlich angeschlossene Leiter beim gleichzeitigen Kontakt eine Impulswirkung ermöglichen. Diese Bauarten sind vor allem dann interessant, wenn der Boden trocken, sandig oder elektrisch ungünstig ist.

 

Wolf mit Schaf Huetenetz

Ohne Elektro-Wolfzaun ist das Schaf dem Wolf schutzlos ausgesetzt

Wolfnetze und Litzenzäune im Vergleich

Für mobile Schaf- und Ziegenweiden sind Wolfnetze eine kompakte Lösung, weil Pfähle und Leitermaterial bereits zu einer Einheit verbunden sind. Ein Litzenzaun bietet mehr Freiheit bei Höhe, Leiterabständen und Festzaunbau, verlangt aber eine sorgfältige Planung der einzelnen Ebenen, Pfähle und Isolatoren.

 

Wolf Tabelle Zaun 3

Auswahlhilfe: Wolfnetz oder Litzenzaun

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System Stärken Typischer Einsatz Worauf achten?
Wolfnetz Schneller mobiler Aufbau, definierte Maschen und Pfostenabstände Wechselnde Schaf- und Ziegenweiden, saisonale Koppeln Bodenabschluss, Standfestigkeit, elektrische Verbindung und Erdung
Litzenzaun Individuelle Höhen und Leiterpositionen, gut für feste Zaunlinien Festzäune oder länger genutzte Weidegrenzen Leiterabstände, Sichtbarkeit, Isolatoren, Tore und durchgängige Stromführung
Netz mit Ergänzung Bestehende Netze können oben oder bodennah erweitert werden Weiden mit zusätzlichem Schutzbedarf Kompatibilität der Halter, sichere Führung zusätzlicher Litze oder Bänder

Eine naheliegende Überlegung ist, nur die Zaunhöhe zu erhöhen. Für die Schutzwirkung muss jedoch der gesamte Zaun als System betrachtet werden: Höhe, Bodenabschluss, Stromführung, Erdung, Bewuchs und Schwachstellen an Toren oder Geländeübergängen wirken zusammen

Effektiver Herdenschutz dank Elektrozaun

Wir bieten verschiedene Arten von Zäunen an und sind immer der richtige Ansprechpartner, egal ob Festzaun oder mobiler Zaun.

Warum Wolfabwehr:
• Schutzstatus: Wolf ist streng geschützt (BNatSchG)
• Gefahr: Übergriffe auf Schafe, Ziegen, Kühe, Kälber, Pferde möglich.
• Ziel: Verluste verhindern, Herdenschutz sichern, Konflikte vermeiden

Fakten zum Wolf:
• Hohe Sprungkraft: Höhe und Weite
• Untergrabung möglich: bis ca. 50 cm Tiefe
• Elektrischer Schock: wirksam ab 3000 V
• Schwachstellen: Tore, Übergänge, Bodenspalten
• Kontrolle: tägliche Sichtkontrolle notwendig

ratgebergrafik wolfschutz zaun

Wolfabwehr-Zaun nach Grundschutz errichten: Schritt für Schritt

Der Aufbau eines wolfabwehrenden Elektrozauns nach Grundschutz erfolgt in sieben Schritten. Die Gesamtdauer beträgt bei üblichen Weidegrößen rund vier Stunden.

Benötigte Werkzeuge und Materialien:

  • Weidezaungerät mit ausreichender Impulsenergie (mindestens 1 Joule, bei langen Zäunen mehr)
  • Spezial-Erdungsstäbe (Faustregel: 1 m Erdstab pro Joule Schlagstärke)
  • Wolfnetz mit getrennter Erdungsleitung (Plus-Minus-Prinzip) oder Litzenzaun mit mindestens 4 stromführenden Ebenen
  • Zaunprüfer bzw. Spannungsmessgerät
  1. Trasse vorbereiten: Zauntrasse freischneiden oder mulchen, damit keine Pflanzen Kontakt zur stromführenden Litze haben und die Spannung nicht in den Boden abfließt.
  2. Mindesthöhe sicherstellen: Zaun so aufbauen, dass die Mindesthöhe des Grundschutzes an jeder Stelle der Trasse erreicht wird. Die Länder-Richtlinien verlangen überwiegend 90 cm, Niedersachsen 105 cm; empfohlen werden 120 cm.
  3. Bodenabschluss herstellen: Lückenlosen Bodenabschluss sicherstellen, denn Wölfe können bis circa 50 cm tief untergraben. Die unterste Litze in Mulden mit Zusatzpfählen nach unten drücken; die Länder-Richtlinien erlauben maximal 20 cm Bodenabstand.
  4. Wolfnetz anschließen (Plus-Minus-Prinzip): Beim Wolfnetz die getrennte Erdungsleitung der unteren Litze nutzen: Das Netz besitzt zwei Anschlussklemmen für Plus und Minus. So erhält der Wolf auch beim Untergrab-Versuch über den Kontakt von geerdeter Bodenlitze und Plus-Litze eine effektive Schockwirkung.
  5. Weidezaungerät und Erdung installieren: Weidezaungerät mit ausreichender Impulsenergie anschließen, Erdung mit einem Meter Erdungsstab pro Joule Schlagstärke auslegen.
  6. Spannung messen: Am entferntesten Zaunpunkt die Spannung prüfen. Der elektrische Schock wirkt beim Wolf ab etwa 3.000 Volt; viele Förderrichtlinien verlangen mindestens 2.000 Volt und empfehlen 4.000 Volt.
  7. Rundum schließen und täglich kontrollieren: Fläche komplett einzäunen, auch wasserseitig. Typische Schwachstellen sind Tore, Übergänge und Bodenspalten. Eine tägliche Sichtkontrolle ist notwendig, da Wölfe Schwachstellen schnell erkennen.
grundaufbau wolfabwehrzaun grafik

"Geerdet" für zuverlässigen Herdenschutz

Der Wolfzaun ist prinzipiell nichts anderes als die bekannten Schafnetze bzw. Schafzäune. Der gravierende Unterschied: Die untere Litze, die bei "normalen" Schafnetzen nicht stromführend ist, wird bei den Wolfzäunen mit einer getrennten Erdungsleitung versehen. Diese Netze besitzen somit zwei Anschlussklemmen für Plus und Minus.

Wenn der Wolf also unter dem Zaun hindurch möchte und den direkten Kontakt mit der geerdeten Bodenlitze und einer Plus Litze des Netzes herstellt, wird dadurch eine effektive Schockwirkung erzielt.


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Merkmal Fester Zaun Mobiler Elektrozaun
Höhe Mindestens 120 cm, besser 140 bis 160 cm.
Feste stromführende Drähte bei 20 cm, 40 cm, 60 cm, 90 cm und gegebenenfalls 120 cm.
Mindestens 105 cm, besser 120 cm.
Bodenabschluss Maximal 5 cm Abstand zum Boden. Ein Untergrabschutz wird empfohlen. Netz straff spannen und Lücken vermeiden.
Elektrifizierung Mindestens 3.000 Volt, optimal mindestens 5.000 Volt. Mindestens vier stromführende Drähte. Mindestens 3.000 Volt, optimal mindestens 5.000 Volt.
Pfostenabstand Etwa 3 bis 5 Meter. Mit stabilen Eckpfosten zusätzlich sichern.
Vorteile Langlebig und vergleichsweise wartungsarm. Flexibel sowie schnell auf- und abbaubar.

Mehrere Wolfschutz-Netze miteinander verbinden

IMG 6781 Kopie 3

Endpfosten der beiden Netze festbinden

Sie können somit mehrere Wolfabwehrnetze miteinander verbinden, um Ihren Lieblingen eine größere Sicherheitsfläche zum Wohlfühlen zu bieten. Das passende Weidezaun-Zubehör rund um Weidezaungeräte und Co. finden Sie in unserem Shop. Ergänzend dazu kann, wie bereits oben erwähnt, oberhalb des Netzes, durch zusätzliche Pfähle ein Flatterband installiert werden, welches beim Klettern des Wolfes im Netz, durch eine Erdung gleiche Wirkung wie bei der Bodenlitze erreicht.

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Anschluss der Wolfabwehrnetze

SIEPMANN bietet Ihnen die Produkte zum Schutz Ihrer Herde

Wolfabwehr: Vorgaben nach Bundesland

Die Mindest-Anforderungen an den Grundschutz variieren zwischen den Bundesländern. Verbindlich sind die aktuellen Förderrichtlinien der jeweiligen Landesbehörde. Stand: 27.04.2026

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Bundesland Mindesthöhe Grundschutz Empfehlung
Niedersachsen 105 cm (Richtlinie Wolf) 120 cm
Nordrhein-Westfalen 90 cm 120 cm, mobile Litzenzäune mit mind. 5 Litzen
Bayern 90 cm (Elektronetz) 120 cm
Baden-Württemberg 90 cm 120 bis 140 cm
Rheinland-Pfalz 90 cm (Präventionsgebiet) 120 cm, Gehegewild 185 cm
Brandenburg,
Sachsen,
Sachsen-Anhalt,
Mecklenburg-
Vorpommern
90 cm 120 cm

Förderung der Wolfabwehr

Wolfabwehr: Häufig gestellte Fragen

Der Wolfzaun ist prinzipiell wie ein bekanntes Schafnetz aufgebaut. Der gravierende Unterschied: Die untere Litze, die bei normalen Schafnetzen nicht stromführend ist, wird beim Wolfzaun mit einer getrennten Erdungsleitung versehen. Diese Netze besitzen zwei Anschlussklemmen für Plus und Minus. Will der Wolf unter dem Zaun hindurch und stellt den Kontakt zwischen geerdeter Bodenlitze und einer Plus-Litze her, wird eine effektive Schockwirkung erzielt.

Der elektrische Schock wirkt beim Wolf ab etwa 3.000 Volt. Viele Förderrichtlinien der Bundesländer verlangen mindestens 2.000 Volt am entferntesten Zaunpunkt und empfehlen 4.000 Volt.

Die Länder-Richtlinien verlangen für den Grundschutz überwiegend eine Mindesthöhe von 90 cm, Niedersachsen 105 cm. Empfohlen werden 120 cm, wo die örtlichen Gegebenheiten es erlauben.

Wölfe können bis circa 50 cm tief untergraben. Deshalb ist ein lückenloser Bodenabschluss entscheidend: Die unterste Litze darf laut Länder-Richtlinien maximal 20 cm über dem Boden liegen, in Mulden wird sie mit Zusatzpfählen nach unten gedrückt.

Typische Schwachstellen sind Tore, Übergänge und Bodenspalten. Da Wölfe Schwachstellen schnell erkennen, ist eine tägliche Sichtkontrolle des Zauns notwendig.

Nein. Eine wirksame Wolfabwehr ist nicht zu 100 Prozent gewährleistet, aber durch erprobte Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich minimieren. Entscheidend sind Höhe, lückenloser Bodenabschluss, starke Elektrifizierung und tägliche Kontrolle.

Ja, in den deutschen Bundesländern mit Wolfsvorkommen ist die Errichtung eines Wolfabwehrzauns förderfähig. Die EU Kommission erlaubt seit 2018 eine Förderung von bis zu 100 Prozent der Vorsorgekosten. Zuständig ist die jeweilige Landesbehörde.

Wolfabwehr und Wolfsabwehr sind gleichbedeutende Begriffe. Beide bezeichnen Maßnahmen zum Schutz von Weidetieren vor Wolfsübergriffen, vor allem durch elektrifizierte Zäune. Inhaltlich gibt es keinen Unterschied, beide Schreibweisen werden parallel verwendet.

Schafe auf einer Weide hinter einem roten Elektronetz mit Warnschild „Vorsicht Elektrozaun“

Elektronetz zur sicheren Einzäunung von Schafen auf der Weide – gut sichtbar und flexibel einsetzbar