Was in vielen landwirtschaftlichen Betrieben Gang und Gebe ist, hält nun auch in vielen Privathaushalten Einzug - die Haltung und auch die Zucht von Geflügel.
Hühner finden ihr neues Zuhause im städtischen Umfeld, um als lokaler Lieferant für eigene Eier zu fungieren. Hier wird aber nicht nur das meistbekannte Wirtschafts-Legehuhn gehalten, sondern vor allem alte Rassen und Zierrassen, wie beispielsweise Seidenhühner, Zwerghühner, Rassen die grüne, dunkelrote, gesprenkelte oder olivfarbene Eier legen.
Hierbei können Sie aus einer Vielzahl unterschiedlicher Rassen, der Größe der Hühner und Farbe der Eier wählen.
Allen Hühner haben eines gemeinsam: es werden die gleichen Dinge für die Haltung und Zucht benötigt. Wir sprechen von Ställen, Trögen oder Automaten zur Fütterung, Tränken, Hygieneartikel und Weiterem. Alle Bedarfsartikel finden Sie in unserem Onlineshop, oder auch im Katalog!
Wenn Sie sich das erste Mal mit der Hühnerhaltung beschäftigen, ist es ratsam, klein anzufangen und mit einer überschaubaren Anzahl an Hühnern zu starten. Statt gleich eine große Gruppe von Hennen zu kaufen, sollten Sie zunächst nur wenige Tiere anschaffen. Auf diese Weise können Sie die Grundlagen der Hühnerhaltung besser erlernen und haben eine kleine Schar leichter unter Kontrolle.
Mit einer kleineren Gruppe können Sie sich intensiver mit den Bedürfnissen der Tiere auseinandersetzen und herausfinden, ob die Hühnerhaltung zu Ihrem Alltag passt. Sie haben zudem die Möglichkeit, die individuellen Verhaltensweisen der Hühner zu beobachten und Ihre Erfahrungen Schritt für Schritt zu erweitern.
Sollten Sie merken, dass Ihnen das Halten von Hühnern viel Freude bereitet und Sie bereit sind, mehr Zeit und Aufwand zu investieren, können Sie die Anzahl der Hühner nach und nach erhöhen. Es ist kein Problem, später weitere Hennen hinzuzukaufen, wenn Sie sich sicherer fühlen und die nötige Routine entwickelt haben. So können Sie Ihre Hühnerschar schrittweise vergrößern, ohne sich von Anfang an zu überfordern.
Die meisten Hühnerrassen, die für Anfänger geeignet sind, kommen in der Regel gut miteinander aus, sodass das Zusammenstellen verschiedener Rassen normalerweise keine Schwierigkeiten verursacht. Das bedeutet, dass das Mischen von Hühnern unterschiedlicher Herkunft oder Rassen im Allgemeinen problemlos möglich ist. Dennoch ist es von großer Bedeutung, die Hühner nach dem ersten Zusammenbringen aufmerksam zu beobachten. So können Sie sicherstellen, dass sie sich in ihrer neuen Gemeinschaft wohlfühlen und friedlich miteinander umgehen.
Es ist ratsam, die Tiere für eine Weile unter Ihrer Aufsicht zu lassen, um mögliche Konflikte frühzeitig zu erkennen. Sollte es Anzeichen von aggressivem Verhalten geben, wie zum Beispiel das Hacken oder andere Formen der Verletzung, ist es wichtig, sofort einzugreifen und die Hennen vorübergehend zu trennen. Dieses Verhalten ist bei typischen Anfängerrassen jedoch selten zu beobachten, da sie in der Regel ein ruhigeres und geselligeres Temperament haben. In den meisten Fällen gewöhnen sich die Hühner schnell aneinander und es treten keine ernsten Probleme auf.
In den ersten Tagen nach dem Zusammenführen sollten Sie besonders aufmerksam sein, denn es wird nicht lange dauern, bis sich die sogenannte Hackordnung, also die soziale Rangfolge innerhalb der Gruppe, herausbildet. Dieses natürliche Verhalten ist normal und gehört zur Etablierung der Hierarchie innerhalb der Herde. Solange es dabei zu keinen ernsthaften Auseinandersetzungen kommt, können Sie die Hühner beruhigt alleinlassen und ihnen die Zeit geben, sich an ihre neue Gemeinschaft zu gewöhnen.
| Rasse | Eigenschaften | Gewicht | Legeleistung |
| Araucana | Grüneierleger, robust, werden schnell zutraulich, friedlich | Huhn: 1,6 - 2 kg, Hahn: 2 - 2,5 kg | 180 Eier im Jahr |
| Plymouth Rock | winterleger, werden schnell zutraulich, friedlich, Hähne vertragen sich | Huhn: 2,5 - 3 kg, Hahn: 3 - 3,5 kg | 180 Eier im Jahr |
| Barnevelder | winterleger, anfängerfreundlich, zutraulich, friedlich, robust | Huhn: 2,5 - 2,7 kg, Hahn: 3 - 3,5 kg | 180 Eier im Jahr |
| Orpington | anfängerfreundlich, brütet gerne, friedlich, kälteunempfindlich, robust | Huhn: 3 - 3,5 kg, Hahn: 4 - 4,5 kg | 180 Eier im Jahr |
| New Hampshire | robust, friedlich, kälteempfindlich | Huhn: 2,25 - 2,7 kg, Hahn: 3 - 3,5 kg | 250 Eier im Jahr |
| Vorwerkhühner | anfängerfreundlich, werden schnell zutraulich, Hähne vertragen sich, robust | Huhn: 2 - 2,5 kg, Hahn: 2,5 - 3 kg | 160 Eier im Jahr |
| Sussex | winterleger, anfängerfreundlich, zutraulich, kälteunempfindlich | Huhn: 2,5 - 3 kg, Hahn: 3 - 4 kg | 180 Eier im Jahr |
| Cochin | Federfüße, robust, zutraulich, friedlich, anfängerfreundlich, brütet gerne | Huhn: 3 - 4,5 kg, Hahn: 3,5 - 5,5 kg | 120 Eier im Jahr |
Für die Haltung von Hühnern ist ein Hahn nicht zwingend notwendig. Hennen legen auch ohne Hahn Eier – diese sind dann lediglich nicht befruchtet und können nicht ausgebrütet werden. Wer ausschließlich Eier für den eigenen Haushalt möchte, kann daher problemlos eine reine Hennengruppe halten.
Ein Hahn kann dennoch Vorteile haben: Er hält die Gruppe zusammen, warnt vor möglichen Gefahren und übernimmt häufig eine ordnende Funktion innerhalb der Hühnerschar. Gleichzeitig kann er jedoch laut krähen, gegenüber Menschen oder anderen Tieren dominant auftreten und durch häufiges Treten einzelne Hennen belasten. Deshalb sollte ein Hahn nur gehalten werden, wenn ausreichend Platz vorhanden ist, die Gruppengröße passt und die örtlichen Gegebenheiten – insbesondere mit Blick auf Nachbarn – berücksichtigt werden.
Als grobe Orientierung sollte ein Hahn mit mehreren Hennen zusammenleben, damit sich sein Verhalten nicht auf einzelne Tiere konzentriert. Wie viele Hennen passend sind, hängt unter anderem von Rasse, Charakter und Platzangebot ab. Wer keinen Nachwuchs züchten möchte und mögliche Lärmbelastungen vermeiden will, ist mit einer reinen Hennengruppe meist gut beraten.
Hühner brauchen mehr als einen Stall und regelmäßiges Futter. Für eine tiergerechte Haltung müssen Rückzugsort, Auslauf, Versorgung und Gruppengröße zusammenpassen. Die Ausstattung sollte dabei so gewählt werden, dass sie sich im Alltag gut kontrollieren und reinigen lässt.
Der Stall dient als geschützter Schlaf- und Legeplatz. Er sollte trocken, gut belüftet und frei von Zugluft sein. Außerdem muss er zuverlässig vor Fuchs, Marder und anderen Eindringlingen schützen. Zur Grundausstattung gehören ausreichend Sitzstangen, ruhige Legenester und eine geeignete Einstreu.
Im Auslauf können Hühner scharren, picken, nach Futter suchen und ihr natürliches Verhalten ausleben. Die Fläche sollte möglichst abwechslungsreich gestaltet sein und sowohl offene Bereiche als auch Schatten, Deckung und trockene Rückzugsplätze bieten. Ein geeigneter Geflügelzaun hilft dabei, den Auslauf sicher abzugrenzen.
Hühner benötigen ein auf Alter und Nutzungsrichtung abgestimmtes Geflügelfutter. Zusätzlich muss jederzeit sauberes Trinkwasser zur Verfügung stehen. Futterautomaten und Geflügeltränken sollten so aufgestellt werden, dass sie möglichst wenig verschmutzen und für alle Tiere gut erreichbar sind.
Hühner schlafen bevorzugt erhöht auf Sitzstangen. Für alle Tiere muss ausreichend Platz vorhanden sein, ohne dass es zu Gedränge kommt. Legenester sollten ruhig, etwas abgedunkelt und sauber eingestreut sein, damit die Hennen ihre Eier geschützt ablegen können.
Scharren, Picken und Sandbaden gehören zu den natürlichen Verhaltensweisen von Hühnern. Ein trockener Bereich mit lockerer Erde, Sand oder geeignetem Material unterstützt die Gefiederpflege. Beschäftigungsmöglichkeiten und strukturierte Auslaufflächen können zusätzlich helfen, Langeweile und Unruhe in der Gruppe zu vermeiden.
Hühner sind soziale Tiere und sollten nicht einzeln gehalten werden. Eine kleine Gruppe bietet Sicherheit und ermöglicht natürliches Sozialverhalten. Gleichzeitig benötigen die Tiere tägliche Betreuung: Futter und Wasser müssen kontrolliert, Eier eingesammelt und Stall sowie Auslauf regelmäßig auf Verschmutzungen, Schäden oder gesundheitliche Auffälligkeiten geprüft werden.
Hühner brauchen täglich Betreuung, auch wenn der Aufwand bei einer kleinen Gruppe überschaubar bleibt. Futter und Wasser müssen kontrolliert und bei Bedarf aufgefüllt beziehungsweise erneuert werden. Außerdem sollten die Tiere kurz beobachtet, Eier eingesammelt und Stall sowie Auslauf auf Verschmutzungen, Schäden oder Auffälligkeiten geprüft werden.
Für diese täglichen Aufgaben sollten je nach Gruppengröße, Stalltechnik und Entfernung zum Stall etwa 15 bis 30 Minuten eingeplant werden. Hinzu kommen regelmäßige Arbeiten wie das Reinigen von Tränken und Futterautomaten, das Entfernen verschmutzter Einstreu sowie die gründlichere Stallreinigung. Auch Zaun, Türen, Sitzstangen und Legenester sollten regelmäßig kontrolliert werden.
Mehr Zeit fällt an, wenn Tiere krank sind, der Stall umgebaut werden muss oder besondere Bedingungen wie Frost, Hitze oder Aufstallung berücksichtigt werden müssen. Vor der Anschaffung sollte deshalb auch geklärt sein, wer die Versorgung an Wochenenden, im Urlaub oder bei Krankheit übernimmt.
Hühnerhaltung ist damit keine besonders zeitintensive Tierhaltung, sie erfordert aber tägliche Zuverlässigkeit. Wer feste Abläufe einplant und den Stall praktisch einrichtet, kann den Pflegeaufwand deutlich erleichtern.
Auch eine kleine private Hühnerhaltung muss in Deutschland bei der zuständigen Behörde angezeigt werden. Das gilt nicht nur für landwirtschaftliche Betriebe, sondern ebenso für Hobbyhalter. Bei der Anmeldung werden unter anderem der Standort, die Tierart und die Haltungsform erfasst. Welche Stelle zuständig ist und welche Formulare benötigt werden, kann je nach Bundesland und Kommune unterschiedlich sein.
Zusätzlich ist die Haltung in der Regel bei der zuständigen Tierseuchenkasse zu melden. Die konkreten Vorgaben, Meldewege und möglichen Beiträge unterscheiden sich regional. Deshalb sollten sich zukünftige Hühnerhalter vor der Anschaffung beim örtlichen Veterinäramt und bei der Tierseuchenkasse ihres Bundeslandes informieren.
Geflügelhalter müssen außerdem ein Bestandsregister führen. Darin werden unter anderem Zu- und Abgänge der Tiere dokumentiert. Die Geflügelpest-Verordnung enthält zudem Vorgaben zur Fütterung, Tränkung, Früherkennung von Erkrankungen und zu möglichen Aufstallungsanordnungen. Aktuelle Bekanntmachungen des örtlichen Veterinäramtes sollten daher regelmäßig beachtet werden.
Neben den tierseuchenrechtlichen Pflichten sollten auch baurechtliche Vorgaben, Grundstücksgrenzen und mögliche Beeinträchtigungen der Nachbarschaft berücksichtigt werden. Besonders bei der Haltung eines Hahns können Krähen, Standort und örtliche Regelungen eine Rolle spielen. Da die Anforderungen regional verschieden sind, empfiehlt sich vor dem Bau oder Aufstellen eines Stalls eine Rückfrage bei der zuständigen Gemeinde.
Hinweis
Die rechtlichen Vorgaben können sich je nach Bundesland, Kommune und Haltungsform unterscheiden. Erkundigen Sie sich deshalb vor der Anschaffung der Tiere beim örtlichen Veterinäramt, der zuständigen Tierseuchenkasse und gegebenenfalls beim Bauamt.
Als verantwortungsbewusster Hühnerhalter möchte man seine Hühner natürlich gesund und richtig ernähren. Wer jedoch meint das sich das "richtig" nur auf die Auswahl einer geeigneten Futtersorte bezieht, der muss an dieser Stelle enttäuscht werden. Eine richtige Ernährung umfasst viel mehr, bei der auf die Situation abgestimmten Ernährung über die Menge der Nahrung, die dem Huhn zur Verfügung steht uvm.
Sie sollten wissen, dass Vögel ein anderes Verdauungssytem haben, wenn Sie Ihre Hühner angemessern ernähren wollen.
Der Weg des Verdauungskanals ist relativ kurz. Durch einen sehr intensiven Stoffwechsel, verarbeiten Vögel die aufgenommene Nahrung in kürzester Zeit.
Beim Huhn wie auch bei anderen Vogelarten besteht der Magen aus einem vorderen Drüsenmagen und einem hinteren Muskelmagen, der auch Kaumagen genannt wird. Im Drüsenmagen werden mit dem Magensaft Enzyme und Salzsäure abgegeben, die für den Aufschluss der Nahrung sorgen und keimabtötende Wirkung haben. Der Muskelmagen des Vogels zerkleinert das Futter mechanisch und erfüllt damit die Funktion der Zähne des Säugetiers. Eine Reibeplatte sorgt gemeinsam mit kleinen Steinen durch die Mahlbewegung des Magens dafür, dass die Nahrung zerkleinert wird. Die Steine werden vom Vogel aufgenommen. Sie werden als Gastrolithen oder Grit bezeichnet.
Für die Gesundheit Ihrer Hühner und die Qualität der Eier ist das richtige Futter von großer Bedeutung. In der freien Natur sind Hühner scharrend und pickend unterwegs. Dabei nehmen sie Samenkörner, Grünfutter, kleine Insekten, Würmer und Beeren auf. Meistens können sich Haushühner in ihrem Freilauf nicht ausreichend mit diesem Futter versorgen, sodass sie zusätzlich gefüttert werden müssen. Achten Sie daher darauf, dass die Hühner mit den wichtigen Nährstoffen im Futter, genügend versorgt werden.
Wenn Sie Ihre Hühner einseitig ernähren, birgt das die Gefahr einer nicht ausgewogenen Ernährung. Fehlen Nährstoffe, treten Mangelerscheinungen auf, die Sie unbedingt vermeiden müssen. Getreidelastiges Hühnerfutter können Sie zum Beispiel mit Legemehl als Zusatzfutter aufwerten.
Die Basis des Hühnerfutters stellen Körner dar. Hühner fressen Weizen, Mais, Gerste, Hafer und Roggen. Auch gekeimtes Getreide können Sie an Ihr Geflügel verfüttern. Die Sprossen enthalten viele Vitamine und Linolensäure sowie Stärke und Zucker. Als Weichfutter können Sie Ihren Tieren gekochte Kartoffeln, Kartoffelschalen, gekochte Nudeln oder gekochten Reis anbieten. Das Weichfutter sollte schnell verzehrt werden, damit es nicht schlecht wird oder bei der Hühner Fütterung im Winter nicht gefriert. Grünfutter wie Gras, Klee, Luzerne oder Brennnessel wird ebenfalls gerne von den Hühnern verzehrt.
Die Wasserversorgung ist ebenfalls sehr wichtig
Ein Huhn trinkt am Tag um die 300 ml Wasser, daher sollte immer frisches Trinkwasser zur Verfügung stehen. Zu beachten dabei ist, sind die Jahreszeiten. Im Winter darf es nicht gefrieren und im Sommer nicht verdunsten.
Picksteine für das Wohl der Tiere
Picksteine unterstützen einen gesunden Stoffwechsel und fördern das Ausleben des arteigenen Verhaltens (Picken, Schnabelwetzen, Nahrungssuche). Sie enthalten lebensnotwendige Salze und Mineralien und fördern somit den Knochenaufbau und die Befiederung.
Weitere postive Eigenschaften:
Weitere Möglichkeiten zur Beschäftigung Ihrer Hühner haben wir in diesem Ratgeber für sie gesammelt.
Sobald der Hühnerstall gebaut ist, geht es an die Einrichtung des Stalles. Da die Hühner, teilweise in den Wintermonaten ihre Zeit im Stall verbringen, ist die Inneneinrichtung wesentlich. Um ihren natürlichen Trieben nachgehen zu können, sollte der Hühnerstall eine Einstreu aus Spähnen oder Sand eingebaut werden. Auf Stroh als Einstreu sollte verzichtet werden, da Milben die hohen Halme als Verstecke nutzen können. Darin können sie ausgiebig scharren und im Sand baden oder im Silikatstaub, was für die Körperpflege sehr wichtig ist, außerdem hilft es im Kampf gegen Milben und Federlinge. Der Silikatstaub oder Sand wird in eine flache Wanne gefült und in einer Ecke untergebracht (nicht unter den Sitzstangen).
Sobald es dunkel wird suchen sich die Hühner einen erhöhten Platz, an dem sie schlafen können. Von Vorteil sind Sitzstangen in einer Höhe von 50 - 80 cm. Bei schweren Hühnern sollten die Stangen allerdings eher niedrig angebracht werden. Die Sitzstangen sollten alle in einer gleichen Höhe montiert werden.
Es ist empfehlenswert unter den Stangen ein Kotbrett anzubringen, da die Hühner dort häufig koten und somit das Einstreu länger erhalten und sauber bleibt.
Für die Sicherheit Ihres Geflügels ist eine Hühnerklappe essentiell - besonders komfortabel wird es, wenn Sie sich für eine automatische Hühnerklappe entscheiden. Diese öffnen automatisch wenn es hell wird, schließen dann bei Dunkelheit wieder oder lassen sich auch per Zeitschaltuhr einstellen.
Hühner gehen nämlich von selber bei Dämmerung zurück in ihren Stall, da sie ihren Schlafbereich zur Dunkelheit erreicht haben müssen, wo sie in Sicherheit die Nacht verbringen. Das Urhuhn, die wildlebende Form des Haushuhns, würde hierfür auf Äste eines Baumes fliegen um die Nacht zu überstehen, das sogenannte "aufbaumen". Auch das geschieht in der Dämmerung, sodass das Huhn bei Dunkelheit in Sicherheit ist, denn Hühner sehen nachts nur schlecht bis gar nicht und ihr Fluchtverhalten ist nahezu pausiert.
Hühnerzaun
Für die artgerechte Haltung von Hühnern ist neben einem Stall natürlich auch ein entsprechender Außenbereich nötig. Je nach Rasse sollte ein angemessenes Außengehege gebaut werden. Bei Fleischhühnern wird durch ihre Flugunlust ein ca. 1 m hoher Zaun genügen. Bei den mittelschweren und flugfreudigen leichten Hühnerrassen reicht in der Regel eine Zaunhöhe von rund ca 170 cm, um die Hühnerschar an ihrem Platz zu halten.
Der Auslauf sollte so gesichert sein, dass Raubwild wie Fuchs und Marder keine Chance haben einzudringen.
Bilden einen definierten Platz, an dem die Hühner ihr Ei legen können. Meist werden sie in einer Höhe von 50 cm angebracht. Die Größe der Legenester ist von der Rasse des Huhns abhängig.
Dabei zu beachten ist zum einen, dass die Legenester nicht höher als die Sitzstangen montiert werden, da sie sonst als Aufenthaltsort für die Nacht verwendet werden können.
Es ist praktischer die Legenester in der Nähe der Tür anzubringen, um besser die Eier einzusammeln zu können oder die Nester in einer dunklen, ruhigen Ecke des Stalles zu platzieren.
Als Faustregel gilt: Ein Legenest reicht meist für etwa drei bis fünf Hennen. Damit die Nester gut angenommen werden, sollten sie mit sauberer, trockener Einstreu ausgelegt und regelmäßig kontrolliert werden. Praktische Legenester mit leicht zu reinigenden Materialien oder herausnehmbaren Einsätzen erleichtern die Stallhygiene und sorgen für mehr Komfort im Alltag.
Maße für Einzelnest
Öffnung: Breite 280 mm x Höhe 215 mm
Innen-Maße: Breite 280 mm x Höhe 260 mm x Tiefe 380 mm
Gewicht: etwa 15 kg
Für den erfolgreichen Einsatz von natürlichen Mitteln zur Milbenbekämpfung ist eine gute Stallhygiene unumgänglich. Dies bedeutet regelmäßiges Misten, sowie die Reinigung der Sitzstangen und des Kotbrettes. Auch die Ecken, Kanten und Ritzen im Stall sollten gereinigt und besten Falls versiegelt werden um den Milben keine Versteckmöglichkeiten zu bieten.Sind diese Voraussetzungen geschaffen, können Sie mit der Anwendung der natürlichen Milbenbekämpfungsmittel beginnen und einer erfolgreichen Behandlung steht nichts mehr im Wege!
Gesunde Hühner sind aktiv, aufmerksam und zeigen ein normales Fress-, Trink- und Sozialverhalten. Veränderungen wie Appetitlosigkeit, Teilnahmslosigkeit, Durchfall, Atemgeräusche oder Auffälligkeiten am Gefieder können erste Hinweise darauf sein, dass ein Tier gesundheitliche Probleme hat. Wer seine Hühner regelmäßig beobachtet, erkennt solche Veränderungen häufig frühzeitig und kann schnell reagieren.
Für kleinere Verletzungen oder die Erstversorgung im Notfall empfiehlt sich eine gut ausgestattete Stallapotheke. Sie ersetzt zwar keine tierärztliche Behandlung, ermöglicht aber eine schnelle Erstversorgung und hilft, im Ernstfall vorbereitet zu sein. Welche Utensilien in eine Stallapotheke gehören und worauf Sie bei der Zusammenstellung achten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber „Stallapotheke für Hühner“.